Warum stehe ich eigentlich auf der Bühne. Mit einem Satz ist die Frage nicht zu beantworten, aber versuchen wir's mit
mehreren:
- weil es Spaß macht, mit erfundenen Geschichten die Wirklichkeit zu präsentieren
- weil sich ein Schauspieler bei seinem ersten Auftritt die Frage herbei sehnt "Wer ist das?"
- weil sich ein Schauspieler bei seinen weiteren Auftritten den Seufzer wünscht "Da ist er!"
- weil sich ein Schauspieler am meisten vor der Frage fürchtet "Oh Gott, ist er immer noch da?"
- weil dem Schauspieler möglich ist, ein anderer zu sein als er ist
- weil ich in den vergangenen Jahren Professor, Rocker, Hoffriseur, abtrünniger Reverend, Hausknecht, Pfarrer, hoher
Beamter u.v.m. auf der Bühne sein durfte.
2011 WALTER, der Gerichtsrat (Der zerbrochene Krug)
2010 Schandor Grofowitsch / Einbrecher (Der nackte Wahnsinn)
2009 Wohnungssuchender (Hier sind sie richtig)
2008 (Zwangsvorstellungen?)
2007 Indianerhäuptling (Aye, aye Kolumbus)
2006 Hamilton Penworthy, Anwalt (Schau nicht unter's Rosenbeet)
2005 Erich Schwan, Hausbesitzer (Und ewig rauschen die Gelder)
2004 Philip Markham, Verleger (Wie wär's denn Mrs. Markham?)
2003 Hermann von Rauchwitz i. R. Hypochonder (Der ausgebildete Kranke)
2002 Fritz Bernhardy, Großwildjäger (Pension Schöller)
2001 Vazierender Knecht Melchior (Ein Sack voller Abenteuer)
2000 Dorfpfarrer (Eine verrückte Familie)
2000 Signore Prazosi, Hausherr (Der Dieb der nicht zu Schaden kam)
1999 Ian Croker, Reverend (Das Geheimnis von Cheatham Hall)
1997 Balthasar Fröhlich, Cheffriseur am Hoftheater (Die Kommode)
1996 Friedrich Wilhelm, Vater (Besuch am Nachmittag)